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HP´s Apollo bringt Drucker für 80 Dollar

22.04.1999
Klage wegen überhöhter Kartuschenpreise

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die bei Hewlett-Packard (HP) für den Vertrieb von Billigdruckern zuständige Tochterfirma Apollo hat ihre zwei ersten Produkte angekündigt. Die beiden Modelle hören auf die Namen "P1200" und "P1200I" und kosten jeweils 79 Dollar. Beide Modelle verwenden HPs bekannte Tintenstrahl-Technik. Drucker unter 150 Dollar machen in den USA bereits 22 Prozent des Gesamtmarkts aus. Das untere Preissegment wird bislang vor allem von Lexmark und Canon dominiert.

Apollos Mutterfirma HP sieht sich derweil mit einer lästigen Anklage konfrontiert. Der Marktneuling Colossal Graphics beschuldigt den Hersteller, das Geschäft mit Tintenpatronen monopolisiert zu haben. Dadurch mache HP pro Kartusche 67 Prozent Gewinn. Colossal hatte bereits in einem ähnlichen Prozeß gegen HP Recht bekommen, in dem es um Lizenzen für Tinten-Kartuschen ging. Statt der geforderten 6,3 Millionen Dollar bekam das kalifornische Startup-Unternehmen seinerzeit allerdings nur 300 000 Dollar Schadensersatz zugesprochen. HP gab in einer ersten Stellungnahme an, daß die Zahl von 67 Prozent Gewinnmarge weit übertrieben sei.