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HP: Fusion mit Compaq kostet doch mehr als 15.000 Jobs

25.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach der Fusion mit Compaq im Mai dieses Jahres wird HP neu nun doch mehr Stellen abbauen als mit 15.000 ursprünglich geplant. 16.800 Arbeitsplätze und damit 1800 mehr als bislang eingeräumt will der Konzern nach eigenen Angaben bis zum Oktober kommenden Jahres abbauen. Dies geht aus einer Pflichtveröffentlichung des Unternehmens bei der US-Börsenaufsicht hervor, in dem von Restrukturierungskosten für das Ausscheiden von 8200 Mitarbeitern von HP alt und 8600 Compaq-Leuten die Rede ist. Die Belegschaft wurde in der vergangenen Woche über die zusätzlichen Entlassungen informiert.

Als Begründung nannte das Unternehmen die "anhaltende Marktabschwächung". Die Investitionszurückhaltung im IT-Markt dauere wohl sechs bis 18 Monate länger als zuvor von den meisten Wirtschaftswissenschaftlern prognostiziert; dies sei bei der Ankündigung des Mergers nicht abzusehen gewesen. Die Zahl von 16.800 beziehe sich auf HPs Frühruhestandsregelung und Stellenabbauprogramm und erfasse nicht Mitarbeiter, die aus freien Stücken kündigten oder andersherum neu eingestellt würden. Die tatsächliche Zahl der weggefallenen Stellen könne darum letzten Endes sowohl niedriger als auch höher ausfallen. (tc)