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HIV-Impfstoff noch immer in weiter Ferne

15.02.2008
Von pte pte
Die Wissenschaft ist der Entwicklung eines Impfstoffes gegen HIV heute nicht näher als vor 20 Jahren. Nobelpreisträger David Baltimore glaubt, dass dieser Kampf zu wichtig ist um einfach aufzugeben, auch wenn manche sagen, dass nie ein Impfstoff gefunden werden wird. Der Präsident der American Association for the Advancement of Science (AAAS) http://www.aaas.org betont, dass es eine große Herausforderung für die Wissenschaft ist, sich auf den Kampf gegen die Natur einzulassen. Vor allen auch etwas zu erreichen, dass der Evolution selbst nicht gelungen ist. "Unser Mangel an Erfolg mag verständlich sein, aber er ist nicht akzeptabel."

Auf dem Jahrestreffen der AAAS erklärte der Biologe laut BBC, HIV habe einen Weg gefunden sich vor dem menschlichen Immunsystem zu schützen. "Ich glaube, dass HIV Möglichkeiten gefunden hat, das Immunsystem total in die Irre zu führen. Also müssen wir besser sein als die Natur." Versuche, das Virus mit Antikörpern oder einer Verbesserung des Immunsystems zu bekämpfen, sind gescheitert. Das habe die Wissenschaftler frustriert, weil sie keinen Erfolg versprechenden Ansatz erkennen können. Derzeit setzt die Forschung auf neue Verfahren wie die Gentechnik oder die Behandlung mit Stammzellen.

Laut Baltimore besteht nur die Möglichkeit, die Gene in den Stammzellen zu verändern. "Daher versuchen wir Vektoren zu entwickeln, die Gene mit einem therapeutischen Nutzen transportieren können." Baltimore gewann den Nobelpreis für Medizin 1975 für die Entdeckung der Retrotranskriptase. Später wurde erkannt, dass dieses Enzym vom Virus für die Vermehrung in den Zellen eingesetzt wird. Derzeit leitet der Wissenschaftler das Baltimore Laboratory http://baltimorelab.caltech.edu an der Caltech. Mit Unterstützung der Gates Foundation wird nach Möglichkeiten gesucht, das Immunsystem gentechnisch im Kampf gegen Infektionen wie HIV zu unterstützen. (pte)