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Hewlett-Packard portiert OpenVMS auf Itanium

05.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach 19-monatiger Entwicklungsarbeit hat Hewlett-Packard (HP) die erste Testinstallation eines OpenVMS-Systems auf einem Itanium-Server der Baureihe "i2000" in Betrieb genommen. Da der Hersteller in absehbarer Zeit die Entwicklung des Alpha-Chips einstellt und künftig alle Server mit dem Itanium ausrüstet, muss das mittlerweile 25 Jahre alte Betriebssystem angepasst werden. Falls das nicht gelingt, wird es voraussichtlich 2006 gemeinsam mit dem Alpha das Zeitliche segnen (Computerwoche online berichtete). Laut Mark Gorham, Vice President der OpenVMS-Abteilung, lief der erste Testlauf jedoch positiv. Bis Juni 2003 will HP Entwicker-Kits an wichtige Softwarepartner wie Oracle ausliefern. Erste Itanium-Server, auf denen OpenVMS läuft, sollen

Anfang 2004 auf den Markt kommen.

Für HP ist die Weiterführung des Betriebssystems wichtig, sagte IDC-Analyst Dan Kusnetzky. Der Hersteller könne es sich nicht leisten, die Großkunden zu verlieren, die OpenVMS im Einsatz haben. Dabei handle es sich um Krankenhäuser, Börsen und Telefongesellschaften.

Das System hat bereits mehrere Veränderungen hinter sich. 1977 wurde es unter der Bezeichnung VMS von Digital Equipment angekündigt und 1978 erstmals eingesetzt. Damals war es auf die hauseigenen VAX-Rechner zugeschnitten. Mit der Übernahme von Digital kam es 1998 zu Compaq und damit im vergangenen Jahr zu HP. Ähnliche Probleme wie bei der Umstellung von VAX auf Alpha soll es laut HP diesmal nicht geben. (lex)