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Heimnetze verbreiten sich nur langsam

01.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Vernetzung von Internet, PC und Unterhaltungselektronik, für die die Analysten von Forrester im Mai 2003 einen Boom vorhergesehen haben (Computerwoche.de berichtete), entwickelt sich langsamer als prognostiziert. Laut Studie von Harris Interactive existiert nur etwa in jedem fünften US-Haushalt ein Heimnetz.

Von den US-Bürgern, die bislang ohne Netzwerk im Wohnzimmer ausgekommen sind, sehen nur zwölf Prozent die Notwendigkeit, ihre Geräte zu verbinden. Nach Einschätzung der Marktforscher steigt die Zahl der vernetzten Haushalte dementsprechend bis Ende 2005 lediglich auf 24 Prozent.

Diejenigen, die bereits ein Netzwerk zu Hause haben, nutzen es hauptsächlich, um mehrere Rechner mit dem Internet zu verbinden (84 Prozent), um auf einen gemeinsamen Drucker zuzugreifen (64 Prozent) oder um Dateien zwischen verschiedenen PCs auszutauschen (58 Prozent). Unterhaltungselektronik wird wenig vernetzt. Nach Meinung von Harris Interactive müssen die Hersteller von Netzkomponenten sinnvolle Anwendungen bereitstellen, um den Einsatz von Heimnetzen zu fördern und damit ihre Marktanteile zu steigern. Eine zentrale Rolle für die Vernetzung des Wohnzimmers werde künftig Bezahlfernsehen auf Abruf spielen. (lex)