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Heimliche Weltallianz gegen Cyber-Verbrechen?

17.01.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Laut "Newsbytes" kursieren derzeit im Usenet, dem Diskussionsbereich des Internet, Berichte um eine globale Allianz gegen Hacker und andere Cyber-Übeltäter. Demnach verhandeln derzeit die USA, Kanada, die Europäische Union (EU), Japan und andere Staaten über ein Grundsatzpapier zum Schutz gegen Hacker- und Abhorch-Tools für Netzwerke und das Internet. Die entsprechenden Geheimgespräche seien schon so weit vorangeschritten, dass das Papier Ende des Jahres verabschiedet werden könnte.

Beinhalten soll das Dokument folgendes: "Schutz gegen sogenannte CIA-Delikte (confidentiality, integrity and availability = Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit) in öffentlichen und geschlossenen Netzen und Systeme: Hacking, unerlaubtes "Abhorchen", unerlaubte Veränderung oder Zerstörung von Daten (entweder gespeichert oder während des Transports). In der Diskussion sind auch "Denial-of-Service"-Attacken gegen öffentliche und private Netze. Spam [unerwünschte Werbe-E-Mail] wird vermutlich nicht erfasst. Das Papier soll die Produktion und Verbreitung von Hardware- und Software-Tools untersagen, die den oben genannten Zwecken dienen. Der bloße Besitz solcher Tools wird bisher nicht erwähnt." [Übersetzung einer niederländischen Site, Anm. der Redaktion].