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Heidelberg baut Arbeitsplätze und Standorte ab

23.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) macht ernst mit ihrem Anfang September angekündigten Programm zur Effizienzsteigerung und dauerhaften Kostensenkung, das jährlich 200 Millionen Euro sparen soll: Das Unternehmen baut rund 2200 Arbeitsplätze ab, davon 1800 in Deutschland (die Anfang des Geschäftsjahres angekündigten 300 Stellenstreichungen sind hier mitgerechnet). Ende August beschäftigte Heidelberg nach eigenen Angaben weltweit rund 24.500 Mitarbeiter.

Die Produktion seiner Digitaldruckmaschinen kozentriert Heidelberg auf den US-Standort Rochester; die Nexpress-Farbdivision wird von Kiel dorthin verlagert. Die zuvor in Kiel beheimatete Computer-to-Plate-Abteilung geht nach Wiesloch; die nicht mehr benötigte Leiterplattenfertigung wird eingestellt. Ebenfalls nach Rochester wandern die zuvor in Mühlhausen gefertigten Postpress-Produkte; alle sonstigen Mühlhausener Aktivitäten legt Heidelberg mit dem Standort Ludwigsburg zusammen.

In Sachen Rollenoffset konzentriert sich Heidelberg nach eigenen Angaben auf neue Technik im Rollenoffset- und Zeitungsmarkt; dies kostet rund 200 Mitarbeiter in den USA, Frankreich und den Niederlanden ihre Jobs. Auch die Verwaltung in Heidelberg und Wiesloch wird gestutzt; des weiteren soll die weltweite Vertriebsunterstützung optimiert und der weitere Aufbau des Vertriebs an die Marktsituation angepasst werden. Vorstandschef Bernhard Schreier hofft, nach Umsetzung des Programms im Geschäftsjahr 2003/2004 mit verbesserten Kostenstrukturen schneller und flexibler auf konjunkturelle Nachfrageschwankungen reagieren zu können. (tc)