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Green-Card-Regelung soll unbürokratisch werden

03.05.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Bundesregierung und Vertreter von führenden deutschen IT-Unternehmen haben sich am Dienstagabend auf ein unbürokratisches und zügiges Verfahren zur Erteilung der Green Card für ausländische Computerspezialisten geeinigt. Als Voraussetzung zur Erteilung der Arbeitserlaubnis solle entweder ein Hochschulabschluss oder ein Einkommensnachweis von mindestens 100 000 Mark gelten. Die ersten der insgesamt 20 000 IT-Fachkräfte sollen bereits ab Anfang August nach Deutschland kommen. Allerdings wird die Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung auf die Dauer von fünf Jahren beschränkt bleiben.

Der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, zeigte sich mit den Ergebnissen des gestrigen Spitzengesprächs zufrieden. Er begrüßte das einfache Verfahren zur Ausstellung der Green Cards, betonte aber, dass in der IT-Branche eine "Ausnahmesituation" herrsche. Das Modell dürfe nicht auf andere Berufssparten ausgeweitet werden, da in Deutschland genügend Fachkräfte vorhanden seien.

Bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung sind bislang 1600 Bewerbungen aus allen Kontinenten eingegangen. Der Großteil der Unternehmen rekrutiert die Computerspezialisten jedoch auf eigene Faust. Bisher stammen die meisten Bewerber aus Mittel- und Osteuropa.