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Greasemonkey - Fluch oder Segen?

24.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Für Mozillas Firefox-Browser gibt es mit "Greasemonkey" ein sehr interessantes neues Plug-in. Vereinfacht gesagt ermöglicht es dieses, beim Laden einer Web-Seite deren Dynamisches HTML (DHTML) über ein zusätzliches "User Script" zu modifizieren - und davon gibt es bereits jede Menge, die beispielsweise Anzeigen oder Meldungen über Michael Jackson ausblenden, die Nerd-Site "Shlashdot.org" anhübschen oder einen Inline-MP3-Player hinter jeden MP3-Download-Link einfügen (um nur wenige Beispiele zu nennen).

Abgesehen von zu erwartenden Streitigkeiten über Design und Inhalte von Websites birgt der Greasemonkey-Ansatz Sicherheitsrisiken - Skripte können zum Guten wie zum Bösen verwendet werden. Zumindest den Programmierern von Opera in Norwegen hat die Idee aber so gut gefallen, dass sie vergleichbare Technik in die dritte Beta-Version von Opera 8 übernommen haben.

Aaron Boodman, 26-jähriger Programmierer aus Seattle und Entwickler von Greasemonkey, wollte sich gegenüber "Cnet" nicht zu möglichen Sicherheitsrisiken seiner Software äußern. Auf seiner Website schrieb er aber, Verbesserungsvorschläge seien jederzeit willkommen. "Alles was ich sagen kann ist: Man sollte - wie bei jeder anderen Software auch - ein kleines bisschen nachdenken, bevor man ein User Script installiert", so Boodman. "Stellen Sie sicher, dass Sie dem Autor vertrauen können oder er zumindest zu einem sozialen Netz gehört, dem Sie vertrauen." (tc)