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Datenschutzrichtlinien, Nutzungsbedingungen

Google wehrt sich gegen Kritik an Änderungen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Google wehrt sich gegen die teils heftige Kritik an den angekündigten Änderungen an seinen Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen.

In einem Blogpost im Public Policy Blog geht der Internet-Konzern auf einige "Missverständnisse" im Zusammenhang mit den angekündigten Änderungen ein, die unter anderem die "Washington Post" aufgebracht hatte. "Die wahre Geschichte" sei, schreibt Policy Manager Betsy Masiello, dass weiterhin die Nutzer Wahlmöglichkeiten und die Kontrolle behielten, dass Google künftig nicht mehr Daten über seine Nutzer einsammele als bisher, dass Google die Dinge einfacher mache und dies vorab ankündige und dass last, but not least es dem Nutzer überlassen bleibe, wie viel oder wenig von Google er nutze. Nun, wenn das "the real story" ist - warum hat Google die nicht gleich so erzählt?

Dass Google sich derart glaubt verteidigen zu müssen, macht deutlich, wie ungeschickt die ursprüngliche Ankündigung im Official Google Blog war: Diese "versteckte" die zentrale Ankündigung, dass Google die Daten seiner Nutzer künftig serviceübergreifend verwenden will, zwischen den Änderungen bei den Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen, und ließ darüber hinaus jede Menge Spielraum für (Fehl-)Interpreation, beispielsweise mit der Formulierung "we MAY combine information you've provided from one service with information from other services". Umso unverständlicher ist es, dass die Klarstellung nun nicht an gleicher Stelle erfolgt, sondern "nur" im Public Policy Blog, das nur Insider kennen und lesen.