Google Dashboard

Google-Nutzer sollen wissen, was Google über sie "weiß"

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Google bemüht sich mit einer neuen Datenschutz-Anwendung um mehr Transparenz.

Der Internet-Konzern hat heute in zunächst 17 Sprachen das "Google Dashboard" freigeschaltet, auf dem die Nutzer einen Überblick über ihre bei den verschiedenen Google-Diensten hinterlegten Daten erhalten. Die von Google-Entwicklern in München und Zürich geschriebene Anwendung sei eine "echte Innovation im Datenschutz", sagte der Datenschutzbeauftragte von Google Deutschland, Per Meyerdierks, in Berlin.

Das Dashboard - englisch für Armaturenbrett - liefert eine Übersicht der Google- Dienste, für die man sich angemeldet hat und die Option, die Einträge zu ändern. Dazu können etwa Konten beim E-Mail-Dienst Google Mail, bei der Bilderverwaltung Picasa oder beim Internet-Videoportal YouTube gehören. Google steht wegen des Umgangs mit Nutzerdaten immer wieder in der Kritik.

Google Dashboard dürfte Google-Kritikern einigen Wind aus den Segeln nehmen. So konzediert etwa Johannes Caspar, der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit: "Hinter dem Google Dashboard steht die Idee, den Nutzern künftig einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Daten sie Google anvertraut haben und welche Einstellmöglichkeiten hierfür bestehen. Dies stärkt die eigene Verantwortung im Umgang mit den Daten und führt zu einer größeren Transparenz für die Nutzer."