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mod_pagespeed

Google macht dem Apache Dampf

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Google hat eine Erweiterung für den populären HTTP-Server Apache veröffentlicht, der damit Webseiten deutlich schneller ausliefern soll.

Das Apache-Modul "mod_pagespeed" ist einer Ankündigung im Google Code Blog zufolge in der Lage, die Auslieferungszeit von Webseiten im Schnitt um bis zu 50 Prozent zu reduzieren, ohne dass dazu großes Zutun vom Entwickler oder Webmaster nötig wäre.

Ein im Apache installiertes mod_pagespeed nimmt dazu automatisch eine ganze Reihe von Optimierungen unter anderem in den Bereichen Caching und Minimierung von Client-Server-Round-Trips sowie der Payload-Größe vor.

Der US-amerikanische Webhoster GoDaddy hat bereits angekündigt, mod_pagespeed für seine 8,5 Millionen Kunden auszurollen. Auch der CDN-Betreiber (Content Delivery Network) Cotendo will die Core-Engine des Moduls in seine Lösung übernehmen.

Google hat mod_pagespeed unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht und bietet das Apache-Modul für allerlei Linux-Distributionen an. Anwender sind eingeladen, in der Mailing List des Projekts dessen Weiterentwicklung mitzudiskutieren.