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Autovervollständigung weiter aktiv

Google löscht acht Suchergebnisse zu Bettina Wulff

05.11.2012
Die Anwälte der ehemaligen "First Lady" Bettina Wulff haben vom Internetkonzern Google auch die Löschung von Suchergebnissen zum Wikipedia-Eintrag und zu Medienberichten gefordert.
Der Google-Algorithmus generiert die Vorschläge bei der Autovervollständigung anhand früherer Suchanfragen.
Der Google-Algorithmus generiert die Vorschläge bei der Autovervollständigung anhand früherer Suchanfragen.

Von ursprünglich genannten mehr als 3000 Suchergebnissen seien aber nur acht aufgrund falscher Tatsachenbehauptungen rechtswidrig gewesen und gelöscht worden, erklärte der Internet-Konzern am Sonntag nach einem entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag". "Das bezieht sich rein auf die geforderte Löschung von Suchresultaten in der Google-Suche, nicht aber auf die Klage und die Autovervollständigung", betonte ein Google-Sprecher.

Die Gattin des Ex-Bundespräsidenten hatte den US-Konzern im September wegen der automatischen Vervollständigungsfunktion verklagt, weil beim Eintippen des Namens Bettina Wulff auch Vorschläge für Suchanfragen zu einer angeblichen Rotlicht-Vergangenheit auftauchen. Google erklärt, diese Funktion spiegele nur tatsächliche Suchanfragen der Nutzer wider. Es gibt allerdings Fälle, zum Beispiel bei Namen einiger US-Prominenter, bei denen die automatische Vervollständigung abgeschaltet ist.

Die Klage zur Autovervollständigung werde jetzt an die Google- Zentrale in die USA weitergeleitet, schrieb die "Bild am Sonntag". Wulffs Anwälte forderten darin die Löschung von 85 Suchbegriffen aus der automatischen Suchergänzung. (dpa/tc)