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Google-Investor verteilt die Beute

17.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Venture-Capital-Firma Sequoia Capital hat still und heimlich damit begonnen, ihre Google-Aktien an Fonds-Investoren zu verteilen. Der Risikokapitalgeber aus Menlo Park, Kalifornien, hatte im Jahr 1999 rund zwölf Millionen Dollar in den Suchmaschinenbetreiber investiert und dafür 24 Millionen Anteile erhalten. Wie das "Wall Street Journal" mit Berufung auf informierte Kreise berichtet, wurden davon im November und Dezember vergangenen Jahres bereits 27 Prozent oder etwa 6,5 Millionen Google-Aktien an die Investoren ausgeschüttet. Bei einem Schlusskurs von 199,97 Dollar am vergangenen Freitag beträgt der Marktwert der Titel knapp 1,3 Milliarden Dollar. Gezahlt hatte Sequoia dafür vor sechs Jahren nicht einmal 3,2 Millionen Dollar.

Sequoia hat die Verteilung der Aktien nicht bei der US-Börsenaufsicht SEC angezeigt - im Gegensatz zum zweiten großen Geldgeber von Google, Kleiner Perkins Caufield

& Byers. Mitte November 2004 gab John Doerr, Board-Mitglied von Google und Partner von Kleiner Perkins, bekannt, dass die VC-Firma 5,78 Millionen Anteile zum Preis von je 172,50 oder insgesamt knapp einer Milliarden Dollar verkauft habe. (mb)