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In-depth articles

Google geht mehr in die Tiefe

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Google hat bei seiner Forschung festgestellt, dass rund zehn Prozent aller bei dem Internetriesen gestellten Suchanfragen einer tiefergehenden Antwort bedürfen.

Und deswegen beginnt Google nun damit, in seinen Suchergebnissen auch längere Hintergrundartikel mit weiterführenden Informationen einzublenden. Der Block ist dann gegebenenfalls mit "In-depth articles" überschrieben.

Auf Googles US-Webseite - dort wird das Features wie so oft zuerst eingeführt - kann man das bereits ausprobieren, in dem man beispielsweise nach "censorship" sucht (dann gibt es auch ein Stück von Chairman Eric Schmidt als In-depth-Lektüreempfehlung) oder etwas leichter nach "lego" - dazu kommen In-depth-Ergebnisse im Zusammenhang mit "art", "gender" oder "engineering". Ebenfalls mit In-depth-Lesetipps versehen wurden "capital punishment", "e-waste" sowie "population growth".

Beispiel für In-depth-Ergebnisse auf der US-Webseite von Google
Beispiel für In-depth-Ergebnisse auf der US-Webseite von Google
Foto: Google

Er freue sich, dass es weiterhin Menschen gebe, die in durchdachte und tiefergehende Inhalte investiertem, die auch Monate oder Jahre nach Erscheinen noch relevant seien, schreibt Google-Mitarbeiter Pandu Nayal im Firmenblog "Inside Search".

In den USA kommen die nachhaltigen Inhalte demnach sowohl von bekannten Medienhäusern wie auch aus weniger bekannten Publikationen und Blogs. Für Publisher oder Webmaster gibt es zu dem neuen Feature einen Hilfeartikel und einen weiterführenden Beitrag im Google-Blog "Webmaster Central".