Open Internet Project

Google droht weiterer Unbill aus Europa

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Etwa vierhundert europäische Internet-Akteure, darunter Verlagshäuser wie Axel Springer und Lagardère, bereiten Medienberichten zufolge eine Klage gegen Google wegen Missbrauchs seiner Monopolstellung vor.

Diese solle heute auf der ersten Konferenz des Open Internet Project (OIP) vorgestellt werden, berichtet unter anderem "FAZ.net" unter Berufung auf Quellen in Paris. Nach Angaben der Organisatoren und mehrerer Mitglieder der Initiative ergänzt die Klage demnach laufende Verfahren bei der EU-Kommission. Zudem solle sie neue "Exzesse" von Google in den Vordergrund rücken, erklärten die Kläger.

Internet-Firmen, Startups, Online-Journalisten und Verbraucherorganisationen, die sich dem OIP angeschlossen haben, seien besorgt über die Monopolstellung des Internetkonzerns, "der seine Suchergebnisse manipuliert, um seine eigenen Dienste zu unterstützen und die seiner Konkurrenten herabzusetzen", heißt es weiter. Auf der Konferenz solle auch ein Manifest unterzeichnet werden. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium Ole Schröder (CDU) spricht in Paris über die europäische Datenschutzgrundverordnung und deren Auswirkungen auf das Internet.

OIP wurde dem Bericht zufolge von deutschen und französischen Firmen gegründet. Die Plattform wolle über Fragen der Netzneutralität informieren und ab Mitte Juni ein Online-Forum anbieten, wo Unternehmen, Verbraucher und Verbände Fälle melden können, in denen sie sich von Google benachteiligt fühlen.