Web

iGoogle social

Google baut iGoogle zum Social Network aus

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Bislang war iGoogle eine individuelle Google-Startseite. Mit neuen "Social Gadgets" mausert sie sich plötzlich zum Social Network.
Marissa Mayer, Googles Vice President, Search Products & User Experience
Marissa Mayer, Googles Vice President, Search Products & User Experience
Foto: Google

Dass Google die Ankündigung von iGoogle social im firmeneigenen Blog wichtig ist, kann man daraus ersehen, dass Suchchefin Marissa Mayer höchstpersönlich als Autorin unter dem Post steht. Und mit der Summe der kleinen Ankündigungen von gestern macht Google in der Tat einen vielen größeren Schritt in Richtung Social Networking und Social Media, als dies bisher mit Orkut der Fall war (das ja nur in Brasilien ein großes Ding geworden ist und mit iGoogle social möglicherweise in den Orkus gehen wird). Und natürlich wird damit Google auch zu einer größeren Gefahr für Facebook und Co.

Angekündigt hat Google zuvorderst Social Gadgets, die jedermann nach Belieben in sein iGoogle integrieren kann. Jedermann ist allerdings vorerst noch relativ - iGoogle social ist in Australien gestartet und wird jetzt erst einmal für die US-Nutzer ausgerollt. In absehbarer Zeit dürften die Neuerungen aber auch auf Google.de Einzug halten.

Die 19 Social Gadgets ermöglichen dabei Sharing (Fotos, Medien), Collaboration (gemeinsame To-Do-Liste) und Spiele über das Netz. Google hofft natürlich, dass seine weltweite Entwicklergemeinde bald noch viele neue Social Gadgets dazuprogrammiert (bislang gibt es schon mehr als 60.000 nicht-soziale Gadgets).

Wem man bei iGoogle Social Einblick in die eigenen Aktivitäten geben will, steuert man über die Gruppe "Friends". Falls man eine solche schon in Google Contacts angelegt hat, kann man auch gleich diese verwenden. Eine granularere Steuerung als die Trennung in Freunde und den Rest der Welt ist offenbar zunächst nicht vorgesehen. Ganz grundsätzlich kann, wer das möchte, jegliches Sharing auch für jedes Gadget separat ein- und auschalten.

Was man für seine Google-Freunde freigibt, sehen diese entweder, wenn sie die gleichen Social Gadgets auf ihrer iGoogle-Seite einbinden, oder über den "Updates"-Feed, den man mit den Neuigkeiten von Facebook oder der Timeline bei Twitter vergleichen kann.

Ein Video sagt mehr als 1000 Worte - einfach anschauen (Link nebenan im Text)
Ein Video sagt mehr als 1000 Worte - einfach anschauen (Link nebenan im Text)

Einen guten Eindruck von den neuen Möglichkeiten von iGoogle social bietet ein Video, das Google bei YouTube eingestellt hat.