WhatsApp-Rivale

Google arbeitet angeblich an eigener Messenger-App

06.10.2014
Nicht nur Facebook, auch Google zeigte Interesse an einem Kauf des weit verbreiteten Messengers WhatsApp. Nun, da die Entscheidung über das neue Mutter-Unternehmen gefallen ist, will auch der Suchmaschinenriese einen eigenen Messenger herausbringen – in Verbindung mit der Android-One-Initiative.
Google-Firmenschild über dem Eingang zum 'Googleplex' in Mountain View
Google-Firmenschild über dem Eingang zum 'Googleplex' in Mountain View
Foto: Google

Die Übernahme von WhatsApp durch Facebook zählt zu einer der größten und teuersten in der IT-Branche - satte 19 Milliarden US-Dollar hatte sich das Social-Media-Unternehmen den Kauf kosten lassen. Doch nicht nur Facebook, auch Google zeigte Interesse an dem erfolgreichen Start-up-Unternehmen, das immerhin einen der am weitesten verbreiteten und für nahezu alle Plattformen erhältlichen Messenger-Apps entwickelt hat. Nun, nach verlorenem Bieterkampf, bereitet Google offenbar eine Alternative vor, und die liegt laut einem Bericht der Economic Times in einer Eigenentwicklung.

Das Wirtschaftsmagazin will von einer anonymen Quelle erfahren haben, dass sich der Google-Messenger in einer frühen Entwicklungsphase befindet und bereits im kommenden Jahr erscheinen soll. Anders als WhatsApp, das gegen eine jährliche Gebühr von 99 Cent verwendet werden kann, soll die Google-Anwendung ganz und gar kostenfrei sein. Außerdem wird es angeblich nicht erforderlich sein, sich für die Nutzung des Messengers mit seinem Google-Account anzumelden - anders also, als bei vielen anderen Apps des Software-Riesen.

Ab 2015 soll der Google Messenger im Rahmen des Android-One-Programms zunächst nur in Indien an den Start gehen. Dort, und möglicherweise in anderen Schwellenländern auch, wird die Anwendung einem ausführlichen Feldversuch unterzogen - ob sie dann auch in Europa und in Nordamerika erhältlich sein wird, ist noch nicht bekannt. 65 Millionen der insgesamt 600 Millionen WhatsApp-Nutzer sollen aus Indien stammen.

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