Zunächst nur in den USA

Gizmo5 ermöglicht VoIP-Telefonie durch die Hintertür

25.01.2008
Der SIP-Provider Gizmo5 nutzt die Carrier-interne Umstellung der Netzinfrastruktur auf IP-Technologie, um seinen Anwendern kostenlose Telefonate zu ermöglichen.

Gizmo5, früher bekannt als Gizmo Project oder SIPphone, macht sich bei seinem neuen Service "Backdoor Dialing" den Umstand zu Nutze, dass die Netzbetreiber bereits viele Anschlüsse via VoIP über das Internet verbunden haben. In den USA trifft dieser Umstand laut Gizmo5 auf knapp elf Prozent aller Telefone zu, darunter Mobilfunk- und Festnetznummern von Carriern wie Verizon, Sprint oder T-Mobile.

Zusammen mit TK-Partnern hat Gizmo5 nun einen Weg ausgearbeitet, wie diese Nummern quasi durch die Hintertür vom PC aus über das Internet angerufen werden können. Der Anrufer gibt dazu lediglich die Vorwahl 0101 vor der eigentlichen Telefonnummer ein. Der Vorteil: Da dabei das herkömmliche Telefonnetz nicht genutzt wird, sind die Telefonate kostenlos, egal von wo der Anruf kommt. Außerdem könne der Gizmo5-Nutzer anschließend jederzeit über die angezeigte Nummer zum Preis eines Ortsgesprächs kostenlos zurückgerufen werden, so Gizmo5. Die Sprachqualität soll laut Anbieter mindestens genauso gut wie bei herkömmlichen Gesprächen sein.

Das Prinzip von Gizmo5 Backdoor
Das Prinzip von Gizmo5 Backdoor

Wenngleich sich der Dienst nicht unbedingt für den täglichen Gebrauch anbietet, gibt es sicher Situationen, in denen er nützlich sein kann. Dazu zählen unter anderem Anrufe aus dem Ausland. Mit einem entsprechend ausgerüsteten Smartphone mit mobilem Gizmo5-Client lässt sich der Backdoor-Service außerdem auch via WLAN nutzen.

Aktuell bietet Gizmo5 den Dienst nur für die USA an. Das Unternehmen plant jedoch, das Programm bis Mitte 2008 auch auf internationale Nummern auszuweiten. (mb)