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Gigabell-Übernahme durch Microboss scheint geplatzt

04.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die deutsche Börse hat den Plänen des Duisburger Unternehmens Microboss Software durch eine Übernahme des maroden TK-Unternehmens Gigabell eine Börsennotierung am Neuen Markt zu gelangen, eine Absage erteilt. Vergangenen Dienstag hatte Microboss den Aktionären des insolventen Frankfurter Unternehmens (Computerwoche online berichtete) einen Aktientausch im Verhältnis 20 zu eins angeboten. "Wir wollen Gigabell übernehmen und werden auch die Voraussetzungen erfüllen, um an den Neuen Markt zu gehen", so Firmengründer und Microboss-Vorstand Sudhir Bhatia. Außerdem plane die Firma noch für dieses Jahr den Kauf von zwei weiteren börsennotierten Unternehmen. Der Deutschen Börse zufolge ist es jedoch nicht erlaubt, dass ein am Neuen Markt notiertes

Unternehmen per Aktientausch durch ein anderes, noch nicht gelistetes, ersetzt wird.

Das Wertpapierhandelshaus Future Securities, das Microboss im Telefonhandel betreut und für Gigabell als so genannter Designated Sponsor tätig ist, distanzierte sich unterdessen von dem Duisburger Unternehmen. Future Securities zufolge werden mit Wirkung zum 12.01.2001 "die Geschäftsverbindungen zu Microboss beendet".