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Giga: IT-Budgets für 2002 bleiben gedeckelt

27.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Analysten der Giga Information Group haben ihre Prognosen bezüglich der IT-Investitionen für dieses und das kommende Jahr nach unten korrigiert. Gingen die Auguren vor den Anschlägen vom 11. September für 2001 noch von einem Rückgang von drei Prozent und für das Jahr 2002 von einer Erholung mit sieben Prozent Wachstum aus, erwarten sie nun heuer ein Minus von fünf Prozent sowie nur noch vier Prozent Plus für 2002.

"Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen sind bezüglich ihrer IT-Ausgaben erheblich konservativer und vorsichtiger und werden dies auch bleiben", heißt es in einem aktuellen Giga-Report. "Die Anwender fokussieren sich auf effizientere Nutzung ihrer vorhandenen Systeme und deren Sicherung. Neue Anwendungen und Infrastruktur werden nur dann angeschafft, wenn sie greifbare Vorteile bringen; große Kapitalausgaben werden tunlichst vermieden."

Andrew Gartner, Hauptautor des Berichts, sieht zunächst die Hardwareanbieter und TK-Ausrüster am stärksten betroffen. Sie werden sich seiner Ansicht nach mindestens bis zum zweiten Halbjahr 2002 mit mangelnder Nachfrage konfrontiert sehen. Mittelfristig um mehr als zehn Prozent sinkende Investitionen erwartet Giga bei Servern, Mainframes, Netzinfrastruktur, Storage-Hardware, Desktop- und E-Marktplatzsoftware, E-Business- und Management-Consulting sowie IT-Training und -Ausbildung.

Für Computer und Kommunikationsausrüstung rechnen die Analysten für dieses Jahr mit einem Rückgang von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und in den zwei kommenden Jahren soll es nochmals um drei und zwei Prozent abwärts gehen. Besser sieht es bei Software aus, wo die Auguren für 2001 ein Wachstum von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr und im kommenden Jahr ein sequentielles Plus von acht Prozent prognostizieren. Profitieren können hiervon Softwareberater und -Outsourcer, denen die Experten für das Jahr 2002 Zuwächse von acht und zwölf Prozent prophezeien. (tc)