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GI: Firmen entlassen haufenweise IT-Selbständige

05.05.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat die Ergebnisse einer Blitzumfrage zur Scheinselbständigkeit veröffentlicht. Demnach spitzt sich das Problem für die Selbständigen im IT-Bereich offenbar dramatisch zu. Ulrich Bode, Sprecher der Selbständigen im GI, erklärte: "20 Prozent der Selbständigen in der Informatikbranche haben bereits einen Auftrag verloren. Weiteren 40 Prozent droht das gleiche Schicksal." Die Unternehmen trennten sich ohne Ansehen der Person von allen freien Mitarbeitern, weil sie befürchten müßten, die Sozialbeiträge für mehrere Jahre möglicherweise rückwirkend zahlen zu müssen. Bode forderte die Bundesregierung daher zu sofortigem Handeln auf und regte die Aussetzung des umstrittenen Gesetzes zur Scheinselbständigkeit an.