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GFT fasst wieder Hoffnung

13.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Schwarzwälder Internet-Dienstleister GFT Technologies AG erzielte im dritten Quartal 2003 trotz rückläufiger Einnahmen mit 300.000 Euro einen leichten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda). Zwar sanken die Einnahmen gegenüber dem vorangegangenen zweiten Dreimonatszeitraum um 3,4 Millionen auf 33,3 Millionen Euro. Das Unternehmen aus St. Georgien konnte den Rückgang jedoch mit einer besseren Kostenstruktur auffangen. Unter dem Strich verbuchte GFT mit rund 800.000 Euro erneut einen leichten Nettoverlust.

In den ersten neun Monaten 2003 reduzierte das Unternehmen den Fehlbetrag im Jahresvergleich von 11,2 Millionen auf sechs Millionen Euro; das Ebitda-Minus schrumpfte von 6,9 Millionen auf 3,6 Millionen Euro. Der Umsatz ging parallel von 119,8 Millionen auf 103,9 Millionen Euro zurück.

GFT-Vorstandsvorsitzender Ulrich Dietz rechnet damit, dass sich die eingeschränkte Investitionsbereitschaft im Bereich IT-Dienstleistungen bis ins erste Quartal 2004 fortsetzt. Wegen der positiven Effekte aus dem andauernden Restrukturierungsprogramm sieht Dietz jedoch die Weichen für den Turnaround gestellt. So soll am Jahresende 2003 ein Ebitda-Gewinn ausgewiesen werden. 2004 will GFT dann auch unter dem Strich einen Jahresgewinn schreiben.

Obwohl die Schwarzwälder erst vor kurzem den indischen Softwareentwickler eQuadriga übernommen hatten, denkt der Unternehmenschef außerdem bereits an neue Akquisitionen. Trotz anhaltender Restrukturierung befanden sich laut Firmenangaben zum 30. September noch 25,6 Millionen Euro Cash in der Kriegskasse. (mb)