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Gewinne mit UMTS lassen auf sich warten

29.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Man müsse bei den Gewinnerwartungen für UMTS von einem Zeitraum von etwa sieben bis zehn Jahren ausgehen. Das erklärte Bernd Eylert, Präsident des Branchenverbandes UMTS-ForumUMTS-Forum, in einem Gespräch mit dem Nachrichtendienst dpa. UMTS sei ein langfristiges Geschäft, sagte der Manager, der ab Februar 2003 wieder bei seinem ehemaligen Arbeitgeber, der Deutschen Telekom, seine Brötchen verdienen wird. Viele Protagonisten der Branche hätten zu hohe Erwartungen in die neue Mobilfunktechnik gesteckt. Innerhalb der nächsten drei oder fünf Jahre Gewinne zu machen, sei unrealistisch. Vielmehr müsse man von einem Zeithorizont von bis zu zehn Jahren ausgehen. Alles was früher komme, wäre ein Riesenerfolg, so Eylerts Einschätzung.

In Deutschland sollen die ersten UMTS-Netze in der zweiten Jahreshälfte starten. Eylert geht davon aus, dass 2010 rund ein Drittel aller Mobilfunkteilnehmer die neue Technik nutzen wird. Impulse für UMTS erhoffen sich die Verantwortlichen unter anderem von der Fussballweltmeisterschaft, die 2006 in Deutschland stattfinden wird. Multimediale Informationsangebote rund um das Sportereignis sollen der neuen Technik zum Durchbruch verhelfen. (ba)