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Gewerkschaft kritisiert BenQ-Engagement als Sponsor der Fußball-EM

08.02.2007
Heftige Kritik am Engagement des taiwanischen BenQ-Konzerns als einer der Hauptsponsoren bei der Fußball- Europameisterschaft 2008 haben Gewerkschaftsvertreter in Deutschland geübt.

Wenn der Mutterkonzern des in Insolvenz gegangenen Handy Herstellers BenQ-Mobile eine Imagekampagne starten wolle, "kann er die bei uns in Kamp-Lintfort beginnen, indem man die gleiche Summe, die man jetzt der UEFA gibt, für die Schaffung von Arbeitsplätzen überweist", sagte der für das geschlossene Handywerk in Kamp-Lintfort zuständige IG-Metall Bevollmächtigte Ulrich Marschner der "Neuen Rhein/Neue Ruhr Zeitung".

Als menschlich unanständig bezeichnete es Michael Leppek von der IG Metall in München, "erst die Leute rauszuschmeißen und dann so 30 bis 40 Millionen Euro auszugeben". "Es hätte BenQ besser zu Gesicht gestanden, wenn der Konzern wenigstens einen Teil der UEFA-Gage an die arbeitslosen Mitarbeiter gezahlt hätte, die größtenteils bis jetzt nicht wissen, wie es mit ihnen und ihren Familien weitergeht", zitiert das Blatt Leppek.

Nachdem BenQ den Geldhahn zugedreht hatte, hatte die deutsche Tochter BenQ-Mobile mit mehr als 3000 Mitarbeitern Insolvenz anmelden müssen. (dpa/tc)