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Gericom senkt Umsatz und Verlust

31.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die österreichische Gericom AG hat ihr Ergebnis 2004 deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dennoch fiel unter dem Strich mit minus 3,7 Millionen Euro entgegen ursprünglicher Prognose ein Nettoverlust an. Im Vorjahr hatte der Fehlbetrag allerdings noch bei 17,2 Millionen Euro gelegen. Den operativen Verlust (Ebit) reduzierte der Anbieter von 20,7 Millionen auf 1,7 Millionen Euro.

Der Umsatz des Linzer Unternehmens sank im Jahresvergleich um knapp 16 Prozent von 445,2 Millionen auf 375,3 Millionen Euro. Hauptmarkt blieben Deutschland und Österreich, wo zwei Drittel aller Erlöse erwirtschaftet wurden.

Als Reaktion auf das stark umkämpfte Notebook-Geschäft verlagert Gericom sein Geschäft zunehmend auf Produkte wie LCD- und Plasma-TV-Geräte, Monitore und digitales Zubehör. 2004 steuerte das inzwischen zum zweiten Standbein ausgebaute Geschäftsfeld Home Entertainment bereits 42 Prozent zum Gesamterlösen bei. Mitte Februar haben die Österreicher außerdem ein Joint-Venture mit dem chinesischen Hersteller von Home-Entertainment-Produkten SVA Information Industry Co. Ltd. bekannt gegeben (Computerwoche.de berichtete). Dabei sicherte sich das Linzer Unternehmen unter anderem die Exklusivvertriebsrechte für SVA-Produkte in Europa. Gericom plant, sich aus der Endfertigung von Notebooks zurückzuziehen. Stattdessen wollen sich die Österreicher vorwiegend auf den Verkauf von Flachbildschirmen konzentrieren. Mittelfristig sieht sich das Unternehmen dabei als "Vertriebsarm" der Chinesen. (mb)