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Gericom nimmt wieder Erfolgskurs auf

23.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach einem schwachen Anfangsquartal ist der österreichische Notebook-Hersteller Gericom AG wieder auf seinen bisherigen Wachstumskurs zurückgekehrt: Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres steigerte das Linzer Unternehmen seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 123 Millionen Euro. Der Nettogewinn kletterte um 47 Prozent von 3,4 Millionen auf fünf Millionen Euro. Vor Steuern und Zinsen (EBIT) weist Gericom einen Profit von 5,5 Millionen Euro aus (Vorjahr: 5,2 Millionen Euro). Trotzdem konnte das Nemax50-Unternehmen damit nicht den Umsatz- und Gewinneinbruch im ersten Quartal auffangen. Damals waren aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei Intel-Prozessoren die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 46 Prozent auf 88 Millionen Euro zurückgegangen. Der EBIT-Gewinn wurde mit 4,34 Millionen Euro fast halbiert (Computerwoche online berichtete).

Das - für Gericom-Verhältnisse - desaströse Ergebnis miteingerechnet, verbuchte das Linzer Unternehmen in den ersten sechs Monaten 2002 ein EBIT-Plus von 9,9 Millionen Euro, das sind rund 26 Prozent weniger wie im Vorjahreszeitraum (13,3 Millionen Euro). Der Reingewinn sank von 8,9 Millionen auf 8,2 Millionen Euro. Die Einnahmen lagen mit 211 Millionen Euro um 21,3 Prozent niedriger als in der Vorjahresperiode (268,2 Millionen Euro). Allerdings stieg laut Gericom der Umsatzanteil im nichtdeutschsprachigen Europa von 14,8 auf 24 Prozent.

Für das Gesamtjahr rechnen die Linzer nun, dass Umsatz und Gewinn nur das Niveau des Vorjahres erreichen werden. Damals hatte der Notebook-Hersteller bei Einnahmen von 540 Millionen Euro einen Nettoprofit von 18,4 Millionen Euro geschrieben. (mb)