Software as a Service

General Electric nutzt SCM im SaaS-Modell

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Der CIO wählt Lösungen grundsätzlich nach Funktionalität und Preis, so sagt er.
Keine Angst vor SaaS hat General Electric.
Keine Angst vor SaaS hat General Electric.
Foto: General Electic

Kann man eine Supply-Chain mit einer halben Million Zulieferer in mehr als 100 Ländern von einem externen Dienstleister managen lassen? Gary Reiner, CIO des durch "weiße" Haushaltsware, Beleuchtungssysteme und Finanzdienstleistungen bekannten Konzerns General Electric (GE), hält das nicht nur für möglich, sondern auch für wirtschaftlich.

Wie die US-amerikanische COMPUTERWOCHE-Schwester "CIO" meldet, vertraut Reiner das Management der GE-Lieferkette neuerdings einem kleinen SaaS-Anbieter (Software as a Service) mit Namen Aravo Solutions Inc. an. Im vergangenen Jahr kaufte er dessen Applikation "Supplier Information Management" (SIM), die von dem in San Francisco ansässigen Lösungsanbieter auch betrieben wird.

Für Reiner war dies eine Softwareentscheidung wie jede andere, so sagt er: "Wenn wir eine Lösung beurteilen, ist es uns egal, ob sie von einem Lieferanten oder von uns selbst betrieben wird." Er schaue nur auf die Funktionalität und den Preis. SIM biete Funktionen, die er nirgendwo auf dem Markt gefunden habe, und sie von Aravo zu kaufen sei billiger gewesen, als sie selbst zu entwickeln. (Siehe auch: "Mietsoftware - pro und kontra".) Dass die Kalifornier bislang kaum zwei Dutzend Kunden vorweisen könnten, habe ihm schon zu denken gegeben, räumt er ein. Allerdings sei das viel problematischer, wenn er die Software mit seiner eigenen Mannschaft betreiben würde.