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Gemischte Gefühle bei Adobe Systems

15.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zuerst die gute Nachricht: Adobe Systems hat für das abgeschlossene zweite Quartal abzüglich außergewöhnlicher Belastungen einen Gewinn von 121,5 Millionen Dollar oder 34 Cent ausgewiesen und damit das Ergebnis des Vorjahresquartals (97 Millionen Dollar) und auch die Erwartungen der Analysten übertroffen. Diese hatten laut First Call/Thomson mit einem Profit von 29 Cent je Anteilschein gerechnet. Der Nettogewinn beträgt aktuell 61,3 Millionen Dollar oder 25 Cent pro Aktie nach 65,8 Millionen Dollar oder 26 Cent im Berichtszeitraum des Vorjahres. Der Rückgang geht vor allem auf das Konto des Investment-Portfolios von Adobe Ventures, das im vergangenen Jahr 31 Millionen Dollar Verlust einbrachte (Vorjahr: 7,7 Millionen Dollar Gewinn). Den Umsatz steigerte Adobe von 300,1 Millionen Dollar im Berichtszeitraum des Vorjahres um 15 Prozent auf 344,1 Millionen Dollar.

Eine kleine Hiobsbotschaft gab es leider auch noch: Für das dritte Quartal erwartet der auf Software für das grafische Gewerbe spezialisierte Software-Anbieter gegenüber dem Vorjahr (328,9 Millionen Dollar) kein Umsatzwachstum. Als Grund nannte das Unternehmen die anhaltende Konjunkturflaute in den USA und Europa sowie einen möglichen Abschwung in Asien. Für das folgende vierte Quartal wollte CEO Bruce Chizen angesichts der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten erst gar keine Prognose wagen. "Es wäre wenig vernünftig, wenn wir irgendetwas Spezifisches kommunizieren würden - dazu ist es viel zu früh", so Chizen.