Besseres Umrichten

Gelingt Transphorm der kommerzielle Durchbruch?

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Nach Einschätzung von "GigaOM" hat das Elektronik-Startup Transphorm jede Menge Potenzial.

Transphorm ist mittlerweile sechs Jahr alt und trotzdem vermutlich nur den Allerwenigsten bekannt. Die Firma hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Strom 50 effizienter umrichten lässt als bisher. Die meisten elektronischen Geräte benötigen Gleichstrom, aus der Streckdose kommt aber Wechselstrom (der sich besser hochtransformieren und über lange Strecken transportieren lässt). Und das nötige Gleichrichten ist ein sehr ineffizienter Prozess - geschätzte zehn Prozent aller in den USA verbrauchten Energie geht dabei verloren.

Transphorm , das gerade erst wieder eine Finanzierungsrunde über 20 Millionen Dollar abgeschlossen und bereits Investoren wie Google Ventures und Kleiner Perkins angezogen hat, will das Umrichten mit Galliumnitrid (GaN, bislang eher in Leuchtdioden gängig) erledigen; bislang kommt dafür zumeist Silizium zum Einsatz. An Galliumnitrid haben sich auch schon andere versucht; Transphorm will aber einen kostengünstigeren Weg gefunden haben.

Bei YouTube gibt es ein Interview, in dem Transphorm-Mitgründer und CTO (seinerzeit noch CEO) Umesh Mishra die Technologie erklärt:

An Thanksgiving hatte Transphorm die Übernahme einer Sparte des japanischen Fujitsu-Konzerns angekündigt, die eine konkurrierende Technik entwickelt hatte. Fujitsu wurde durch die Transaktion an Transphorm beteiligt und ist nun Fertigungspartner für die geplante Kommerzialisierung der Technologie. Eine Pilotproduktion im kalifornischen Santa Barbara hat Transphorm bereits.