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Gehaltsschwankungen bei Chefs von Internet-Firmen

08.10.1998
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Die Geschäftsführer der wichtigsten Internet-Firmen sind unglaublich reich. Gewöhnlich wird ein großer Teil ihres Gehalts in Aktien und Optionen ausgezahlt, die teilweise auch zu Geld gemacht wurden. Aber die Kursstürze der letzten Wochen gingen auch an den Internet-Millionären nicht spurlos vorbei. So verlor zum Beispiel America-Online-Chef Steve Case in den letzten Monaten 46 Prozent seines Vermögens – der Wert seiner Aktien und Optionen beschränkt sich nunmehr auf lumpige 107 Millionen Dollar. Frank Glassner von der "Compensation Resource Group", die sich mit der Bezahlung von Managern beschäftigt, schlägt bereits Alarm. Vielleicht würden sich Arbeitnehmer in Führungspositionen in Zukunft wieder mit "traditionellen Gehältern" bezahlen lassen. Die Geschäftsführer selbst scheinen ihre Gehaltsschwankungen eher gelassen zu sehen. "Das muß man langfristig sehen. Irgendwann werden die Aktien wieder steigen", äußert sich zum Beispiel Robert Davis von Lycos.