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Neues vom Kartellprozeß

Gates kauft sich Umfrageergebnisse

15.01.1999
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Neues vom Kartellprozeß

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – E-Mails und Memos, die jetzt im Kartellprozeß gegen den Softwaregiganten vorgelegt wurden, bezeugen, daß Microsoft Umfragen, die das Unternehmen selbst in Auftrag gegeben hat, für seine Zwecke nutzt. So soll Microsofts Zeuge Richard Schmalensee vom Massachusetts Institute for Technology (MIT), sich bei seiner Zeugenaussage auf ein Marktforschungsinstitut berufen haben, das von Microsoft beeinflußt worden war. Demnach seien 90 Prozent aller Entwickler der Meinung, der Browser sei ein Bestandteil des Betriebssystems. Umstritten ist auch eine ebenfalls von Microsoft beeinflußte Umfrage, demnach die meisten Amerikaner auf Seiten Microsofts stünden. Allerdings gibt es auch unabhängige Marktuntersuchungen, die in dieser Frage zu ähnlichen Ergebnissen kommen.