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Gartner prognostiziert massiven IT-Stellenabbau

02.12.2004
In den USA sollen in den kommenden 20 Jahren die Hälfte aller IT-Jobs überflüssig werden - als Folge der immer weiter verbesserten Technik und Automatisierung der Rechenzentren.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Den Marktforschern von Gartner zufolge werden in den kommenden zwei Jahrzehnten in den USA rund die Hälfte aller Jobs im IT-Betrieb wegfallen. Dies sei eine Folge der immer weiter verbesserten Rechenzentrumstechnik. Laut Gartner-Analystin Donna Scott ist die Entwicklung mit der herstellenden Industrie vergleichbar, wo in der Vergangenheit viele Mitarbeiter aufgrund der zunehmenden Automatisierung ihre Arbeit verloren hätten.

Derzeit stecken die Unternehmen den Gartner-Erhebungen zufolge rund 55 Prozent der Lohnkosten von IT-Abteilungen in den laufenden Betrieb. Dazu zählen die Aufgabenbereiche System-Administration, Change-Management oder Fehlerbehebung. Durch die zunehmende Automatisierung seien dagegen Mitarbeiter gefragt, die zusätzlich zu ihren IT-Kenntnissen über Wissen zu übergreifenden Architekturen sowie Geschäfts- und Kundenprozessen verfügten, so Scott. Langfristig würden sich Service-orientierte Architekturen (SOA) durchsetzen, Kommunikationsbarrieren abgebaut und die IT dynamisch an den Erfordernissen des Geschäfts ausgerichtet. Die hierfür erforderlichen Techniken treiben laut Scott die Automatisierung in den Rechenzentren weiter voran. (rg)