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Gartner: Der weltweite Handymarkt in Q1 schrumpft

23.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Aktuellen Zahlen von Gartner zufolge wurden im ersten Quartal 2002 nur noch 93,8 Millionen neue Handys verkauft, das sind rund vier Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Analyst Ben Wood begründet den Rückgang mit gesättigten Märkten in Westeuropa, wo die Carrier auch ihre Subventionen deutlich zurückgefahren hätten, sowie wirtschaftlichen Problemen in Lateinamerika. Der US-Markt entwickelte sich dagegen ungebrochen stark. "Wir erwarten hier für das Gesamtjahr ein Plus von zehn bis 15 Prozent", erklärte US-Analyst Bryan Prohm.

Trotz der aktuellen Flaute in Europa erwartet Gartner, das im ganzen Jahr 2002 weltweit immer noch mehr Mobiltelefone verkauft werden als die 400 Millionen Stück im Vorjahr. "In der zweiten Jahreshälfte werden wir einiges Wachstum sehen", erklärte Wood mit Blick auf das wachsende Angebot an Geräten mit Farbdisplay.

Auf Seiten der Hersteller wurde Marktführer Nokia drei Prozent weniger Geräte los als im Vorjahresquartal und erreichte mit 32,5 Millionen Einheiten 34,7 Prozent Marktanteil. Die Verfolger konnten dagegen allesamt zulegen: Motorola verkaufte zehn, Samsung 49 und Siemens 24 Prozent mehr Handys. Motorola liegt mit 15,5 Prozent Marktanteil auf Platz zwei, Samsung (9,6 Prozent) konnte Siemens (8,8 Prozent) auf den vierten Platz verdrängen. Sony Ericsson komplettiert die Top Five der Hersteller mit einem Marktanteil von 6,4 Prozent. Alle übrigen Anbieter teilen sich das restliche Viertel des Marktes. (tc)