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Gartner: Der deutsche PC-Markt wächst um acht Prozent

07.11.2005
Gartner hat Zahlen zum deutschen PC-Markt im dritten Quartal veröffentlicht. Den Marktforschern zufolge wurden gut 2,1 Millionen Rechner verkauft, das sind 7,9 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Deutschland hinkt damit einmal mehr hinter dem Rest Europas hinterher. Firmenkunden kauften weiter zurückhaltend PCs (plus 6,4 Prozent), im Consumer-Segment trieb die ungebrochen hohe Nachfrage nach Notebooks (plus 27 Prozent) das Wachstum auf über zehn Prozent. "Die angekündigten Einschnitte in den Sozialstaat und die hohe Arbeitslosenrate beeinträchtigen sowohl das Vertrauen der Verbraucher als auch ihre Kaufkraft", kommentiert die Gartner-Analystin Meike Escherich. Die schwache Nachfrage treffe vor allem den Mittelstand, dessen Unternehmen Arbeitsplätze und Investitionen einsparten. Da acht von zehn Arbeitnehmern in diesem Bereich arbeiteten, habe die Zuversicht der Verbraucher einen weiteren Schlag hinnehmen müssen.

Auf Seiten der Hersteller liegt wie gewohnt Fujitsu-Siemens Computers (FSC) mit 21,9 Prozent Marktanteil überlegen in Front. Dahinter schickt sich Dell mit 9,4 Prozent und einem Wachstum der ausgelieferten Stückzahlen von 41,2 Prozent langsam an, den Zweitplatzierten HP zu verdrängen. Der kam zwar noch auf zehn Prozent Market Share, allerdings gingen seine Verkäufe um 6,1 Prozent zurück. Die Top Five komplettieren Acer mit 8,4 sowie Medion mit 4,4 Prozent Marktanteil, die übrigen Hersteller teilen sich die verbleibenden 45,9 Prozent. (tc)