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Gartner: Anhaltender Handyboom kommt großen Herstellern zugute

28.02.2006
Der anhaltende Handyboom kommt einer Studie zufolge immer mehr vor allem den großen Herstellern zugute.

2005 seien weltweit mehr als 816 Millionen Mobiltelefone und damit 21 Prozent mehr als 2004 verkauft worden, teilte das Marktforschungsinstitut Gartner am Dienstag mit. Verantwortlich für das Wachstum seien die sechs größten Hersteller Nokia, Motorola, Samsung, LG, Sony Ericsson und BenQMobile gewesen: Sie hätten ihren Marktanteil auf Kosten der kleinen Produzenten auf nun knapp 80 Prozent vergrößert.

Den Gartner-Angaben zufolge legte der Marktanteil der Großen stetig von 78 Prozent im ersten Quartal auf 84 Prozent in den letzten drei Monaten 2005 zu. Weil der Wettbewerb die Preise im unteren Preissegment drücke und sich die Hersteller im oberen Bereich ein Rennen um Design und Technologie lieferten, hänge "das Überleben des Stärksten" immer mehr von Größe oder der sorgfältigen Besetzung von Nischenmärkten ab, sagte die zuständige Gartner-Analystin Carolina Milanesi.

Genau diesen Trend hatte Anfang Februar auch der Gartner-Konkurrent IDC feststellt. Den IDC-Berechnungen zufolge stieg der Marktanteil der fünf größten Handyproduzenten an den weltweit 825,5 Millionen verkauften Mobiltelefonen auf rund 74 Prozent, nachdem es 2004 noch weniger als 70 Prozent waren.

Im Schlussquartal des vergangenen Jahres sind nach Gartner mehr als 235 Millionen Handys verkauft worden. Dies sei erneut das stärkste Quartal, seit Gartner die Beobachtung des Marktes auf Quartalsbasis 2001 begonnen habe. Vor allem in den sich entwickelnden Märkten lege der Absatz wegen der immer billiger werdenden Mobilfunktarife weiter deutlich zu. In den bereits gesättigteren westeuropäischen und nordamerikanischen Märkten griffen Kunden eher zu Handys, weil sie sich von den neuen modischen Modellen angesprochen fühlten. (dpa/tc)