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Fujitsu streicht bis zu 500 Stellen bei Amdahl

07.12.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - 400 bis 500 Mitarbeiter der insgesamt 2600 Beschäftigten des amerikanischen Herstellers Amdahl werden auf die Straße gesetzt, so die Entscheidung des Mutterkonzerns Fujitsu.

Fujitsu, Japans viertgrößter Chiphersteller, erklärt, die Entlassungen seien die logische Folge der Entscheidung, dass Amdahl sich aus dem Mainframe-Markt zurückzieht (Computerwoche.de berichtete). "Die Investitionen in neuere Großrechner lohnen sich nicht mehr", erklärt Fujitsu-Sprecher Robert Pomeroy. Die meisten Mainframe-Kunden steigen seiner Meinung nach auf Server mit offenen Betriebssystemen (= Unix) um. Dies habe zu radikalen Preissenkungen und Umsatzrückeinbußen bei Amdahl geführt. Das Unternehmen musste zum Ende der ersten Geschäftshalbjahres einen Verlust von 96 Millionen Dollar ausweisen.