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Fujitsu-Siemens übertaktet seine Mitarbeiter

08.02.2007
Keine Leichte Wahl für die Beschäftigten des IT-Konzerns: mehr arbeiten oder weniger verdienen? Im Gegenzug gibt es eine Arbeitsplatzgarantie bis 2010.

Die Einigung auf längere Arbeitszeiten bei Europas größtem Computerhersteller Fujitsu-Siemens Computers (FSC) ist perfekt. Der Ergänzungstarifvertrag sei am Donnerstag mit der IG Metall abgeschlossen worden, teilte Personalvorstand Axel von Varnbüler mit. "Es ist uns damit gelungen, selbst in einer weiterhin angespannten Wettbewerbssituation Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern." Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht die Anhebung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich auf 38,5 Stunden.

Die Beschäftigten können entscheiden, ob sie künftig länger arbeiten oder weniger verdienen. Im Gegenzug schreibt Fujitsu Siemens die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland bis 2010 auf 4.750 Mitarbeiter fest. Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen. Etwa die Hälfte der deutschen Beschäftigten arbeitet in den Werken Augsburg und Sömmerda (Thüringen). Die meisten arbeiten derzeit 35 Stunden, in Thüringen gibt es eine 38-Stunden-Woche. (dpa/ajf)