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Fujitsu-Siemens erzielt trotz Umsatzrückgang Vorsteuergewinn

29.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Fujitsu-Siemens Computers (FSC) konnte sein Vorsteuerergebnis in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres 2003/2004 trotz rückläufiger Einnahmen gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern: Wie das Gemeinschaftsunternehmen der Elektronikkonzerne Siemens und Fujitsu mitteilte, wurde in den Monaten April bis September ein Ebit-Profit von elf Millionen Euro erzielt. Im Vergleichszeitraum 2002 hatte der Computerbauer noch einen Vorsteuerverlust von 21 Millionen Euro verbucht.

Der Umsatz sank im Jahresvergleich um neun Prozent von 2,45 Milliarden auf 2,23 Milliarden Euro. Als Gründe für den Rückgang nannte Konzernchef Adrian von Hammerstein den schwächeren Dollar sowie den enormen Wettbewerbsdruck. Um der Konkurrenz Paroli zu bieten, habe FSC jedoch sein Produktspektrum bereits um eine Reihe von Einstiegsmodellen ergänzt.

Als Beweis, dass sich FSC trotz aller Widrigkeiten im PC-Markt behaupten konnte, verwies das Management auf die von IDC veröffentlichten vorläufigen Marktdaten für das dritte Quartal 2003: Demnach steigerte FSC seine Absatzzahlen in Westeuropa um insgesamt 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und bestätigte mit einem Marktanteil von neun Prozent seinen dritten Platz in Westeuropa. Hierzulande baute die Company ihre Führungsposition aus und erzielte bei mobilen PCs und Intel-basierten Servern überdurchschnittliche Steigerungsraten.

Weltweit verzeichnete das Unternehmen den Angaben der Marktforscher zufolge im Notebooksektor ein Wachstum von 92 Prozent. Im Segment der Intel-basierten Server betrug der Zuwachs im Jahresvergleich immerhin 35 Prozent. "Diese Marktdaten bestätigen unsere strategische Ausrichtung auf Mobility und Business Critical Computing", so von Hammerstein. Der Firmenchef sieht Anzeichen für einen Aufschwung in der Branche. Die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung sei vorerst aber noch schwer einzuschätzen. (mb)