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Führende Spielefirmen wegen 3D-Technik verklagt

04.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Rache der Softwarepatente: Die texanische Kanzlei McKool Smith hat eine Reihe führender Spielefirmen verklagt, die allesamt mit ihren 3D-Engines gegen ein Patent aus dem Jahre 1988 verstoßen haben sollen. Vor den Kadi gezerrt werden Electronic Arts, Activision, Take-Two Interactive Software, Ubisoft Entertainment, Atari, THQ, Vivendi Universal Games, Sega, Square Enix, Tecmo, Lucasfilm Entertainment sowie Namco oder kurz quasi alles, was in der Branche Rang und Namen hat.

Das eingeklagte US-Patent Nr. 4.734.690 beschreibt eine "method and apparatus for spherical panning" oder genauer ein System, um die Repräsentation von dreidimensionalen Objekten zu bewegen und das Ergebnis auf eine (zweidimensionale) Fläche wie den Bildschirm eines Fernsehers oder Monitors zu projizieren, wobei sich der Benutzer perspektivisch um das Modell herumbewegen sowie hinein- und herauszoomen kann.

Das bedeutet prinzipiell, dass jeder Entwickler, der 3D-Grafik verwendet, von diesem Prozess betroffen sein müsste und wahrscheinlich für ziemlich jedes 3D-Spiel eine entsprechende Lizenz vonnöten wäre. McKool Smith hat bislang allerdings seine Forderungen noch nicht öffentlich gemacht. (tc)