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Noch ohne Geschäftsmodell

Freie Journalisten starten Online-Magazin "Magda"

12.01.2010
Eine Gruppe freier Reporter und Autoren hat ein Online-Magazin für Reportagen, Berichte und Kolumnen gestartet.
Magda.de gibt es hoffentlich noch länger.
Magda.de gibt es hoffentlich noch länger.

Unter www.magda.de ("Magda" steht für MAGazin Der Autoren) wollen die 22 Schreiber einen "anderen Journalismus im Internet" präsentieren, wie Dominik Baur vom Netzwerk Autoren+Reporter am Dienstag der dpa Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. Die Texte können kostenlos gelesen werden. Die am Montag gestartete Website sei "ein journalistisches Experiment in einer Welt ohne Geschäftsmodelle", heißt es von den Machern.

"Dahinter steckte auch der Wunsch, etwas Eigenes zu schaffen. Das hat ein Freier ja sonst nicht", sagte Baur. "Jeder ist sein eigener Chef." In sieben Ressorts und acht Kolumnen werden Texte und Fotos präsentiert, die zu "80 bis 90 Prozent nur für 'Magda' entstanden sind", es gebe aber auch ein paar Stücke, die schon woanders veröffentlicht wurden. "Dass uns das mittelfristig nicht ernähren wird, ist uns klar." Das Projekt habe auch "Schaufenster-Charakter", ist also eine Art Werbeplattform für die Autoren. Unter den Geschichten gibt es zudem einen Button "Artikel kaufen". Demnächst solle es auch Werbung auf der Website geben.

"Magda" solle "nicht nur ein weiteres Onlineportal inmitten der schönen bunten Welt des Webzwonull, zwischen Eilmeldungen und Citizen Journalists" sein, sondern eine Website für Qualitätsjournalismus, proklamieren die Autoren, die für verschiedenste Medien arbeiten und etliche renommierte Journalistenpreise gewonnen haben. "Was uns eint, ist das Bemühen um saubere Recherche, gute Texte und einen verantwortungsvollen Umgang mit beschriebenen Wirklichkeiten", schreiben sie über sich selbst. (dpa/tc)