Ziele bestätigt

Freenet legt dank Gravis weiter zu

06.11.2013
Der Telekommunikationsanbieter Freenet ist im dritten Quartal einen Schritt vorangekommen.

Zwischen Juli und Ende September verdiente der Konzern unter dem Strich mit 63,6 Millionen Euro rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr, wie er am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz kletterte vor allem dank der Übernahme der Ladenkette Gravis um rund vier Prozent auf 789,6 Millionen Euro. Seine Ziele für das laufende und nächste Jahr bekräftigte der Konzern. Das durch die Fusion von Freenet und Mobilcom entstandene Unternehmen will sich durch den Ausbau der im Februar übernommenen Gravis-Geschäfte unabhängiger vom hart umkämpften Mobilfunkmarkt machen.

Freenet-Zentrale in Büdelsdorf
Freenet-Zentrale in Büdelsdorf
Foto: Freenet

Zu dem kräftigen Gewinnsprung unter dem Strich trugen vor allem deutlich gesunkene Abschreibungen bei. Sie verringerten sich um 23 Millionen auf 14 Millionen Euro. Analysten hatten beim Umsatz mit etwas mehr, bei den Ergebnissen allerdings jeweils mit etwas weniger gerechnet.

"Aufgrund der guten Ergebnisse des dritten Quartals bestätigen wir unsere Prognose für die Geschäftsjahre 2013 und 2014", sagte Finanzchef Joachim Preisig laut Mitteilung. Demnach soll der Umsatz 2013 den Vorjahreswert von knapp 3,1 Milliarden Euro übertreffen. Im Jahr 2014 werde ein weiteres leichtes Wachstum erwartet.

Im Gesamtjahr 2013 soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) mit 355 Millionen Euro etwa so hoch ausfallen wie im vergangenen Jahr, im nächsten Jahr soll es dann auf 360 Millionen Euro steigen. Bis Ende September dieses Jahres hatte Freenet ein Ebitda von 263 Millionen Euro erzielt und lag damit wie auch im dritten Quartal ziemlich genau auf Vorjahresniveau.

Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Vertragskunde (ARPU) stieg von 22,50 Euro im zweiten Quartal auf 22,60 Euro. Im Gesamtjahr soll er sich auf 23 Euro verbessern und sich dort stabilisieren. Damit würde er aber immer noch unter dem Niveau von 2012 liegen.

Der Mobilfunkmarkt in Deutschland ist hart umkämpft. Freenet konkurriert sowohl mit den vier Netzbetreibern Deutsche Telekom , Vodafone, E-Plus und Telefonica (O2) als auch mit Drillisch . Dieses Unternehmen hat wie Freenet kein eigenes Netz, sondern kauft sich diese Dienstleistung ein. (dpa/tc)