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Freemarkets übernimmt Auktions-Services von Covisint

02.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die in Pittsburgh ansässige Firma Freemarkets kauft die Sparte Auction-Services von Covisint, dem von den drei weltweit größten Autobauern gegründeten Online-Marktplatz. Freemarkets übernimmt 24 Mitarbeiter sowie langfristige Kundenverträge mit DaimlerChrysler, General Motors und Ford und wird ihre Technik möglicherweise auch Mitsubishi, Nissan, Renault, PSA Peugeot, Fiat und anderen Kunden von Covisint Auction Services zur Verfügung stellen. Finanzielle Details des Deals sind nicht bekannt, in einer Pressemitteilung werden lediglich Umsatzgarantien erwähnt.

Covisint wurde im Jahr 2000 von DaimlerChrysler, GM, Ford und Nissan als Zuliefer-Kooperative gegründet. Später stießen Renault, Oracle und Commerce One (inzwischen in einen Zahlungsstreit verwickelt) hinzu. Ursprünglich sollte Covisint pro Jahre Teilebestellungen im Wert von 240 Milliarden Dollar vermitteln und fünf Milliarden Dollar per annum umsetzen. Aufgrund von Wettbewerb durch andere Auktionsplattformen und der Weigerung verschiedener Zulieferer mitzumachen wurden diese Ziele weit verfehlt.

Die jetzt an Freemarkets verkaufte Sparte berät Kunden bei der Vorbereitung von Auktionen und finanziert sich über Provisionen. Sie war nach Angaben eines Covisint-Sprechers bis dato bei Auktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 120 Milliarden Dollar beteiligt. (tc)