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Franzosen liegt wenig am Internet

22.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nur einer von fünf Bürgern in Frankreich verfügt zuhause über einen Internet-Anschluss. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Auftrag des französischen Ministeriums für Finanzen, Wirtschaft und Industrie erarbeitet wurde. Dem Bericht zufolge planen lediglich weitere sechs Prozent der historisch durch das BTX-Pendant "Minitel" geprägten Bevölkerung in den kommenden zwölf Monaten vom heimischen PC aus online zu gehen. Mehr als die Hälfte wollen überhaupt keinen Internet-Anschluss. "Die Zahl der Neuzugänge wird nicht ausreichen, um Frankreichs Abstand gegenüber seinen großen Partnerstaaten zu verringern", so die Verfasser der Studie Raymond Heitzmann und Jean-Francois Loue. Dem Bericht zufolge verfügen etwa in Großbritannien rund 37 Prozent der Haushalte über einen Online-Zugang. Als Gründe für das geringe Interesse der französischen Bevölkerung am Internet erwähnt die Studie unter anderem die hohen Telefongebühren und die schleppende Verbreitung von Breitbandnetzen. Außerdem sei die Zahl derer, die einen PC besitzen, verhältnismäßig niedrig.