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Französische Regierung will Open Document Format

06.10.2006
Landes- und europaweit sollen offene Standards den Vorzug bekommen.

Ein vom französischen Premierminister Dominique de Villepin in Auftrag gegebener Bericht empfiehlt der öffentlichen Verwaltung des Landes die Verwendung des herstellerneutralen "Open Document Format" (ODF). Die Studie spricht sich ferner für die ODF-Nutzung bei allen in der Europäischen Union kursierenden Dokumenten aus. Frankreichs Regierung solle bei der EU entsprechende Vorschriften vorantreiben. Darüber hinaus fordert der Bericht den französischen Industrieminister auf, die möglichen Vorteile von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung zu untersuchen, ihre Anwendung zu dokumentieren und nachahmenswerte Pilotprojekte bekannter zu machen.

Mit der Empfehlung des Open Document Format folgt Frankreich dem Beispiel Dänemarks, Belgiens, der spanischen Regionsregierung Estremadura und der britischen Stadt Bristol. Sie haben sich schon auf ODF als Standard in der öffentlichen Verwaltung festgelegt. Der französische Vorschlag bezieht diese Empfehlung erstmals auch auf Institutionen der Europäischen Union. (ls)