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France Télécom drosselt seine 3G-Investitionen

29.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der französische Telefonkonzern France Télécom plant seine Ausgaben für den Aufbau der 3G-Netze zu kürzen. Außerdem will die Gesellschaft, an der der französische Staat noch einen Anteil von 56,4 Prozent hält, seine Belegschaft in Frankreich von derzeit 108 000 bis 2005 um 20 000 Mitarbeiter verkleinern. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichtet, will France Télécom sowohl die Investitionen in die Infrastruktur als auch in den Betrieb der UMTS-Netze deutlich herunterfahren. Insgesamt sollen in den nächsten zwei bis drei Jahren bis zu 8,9 Milliarden Euro eingespart werden, die zur Tilgung der Schulden verwendet werden können. Sollte dies gelingen, winkt eine staatliche Finanzspritze in Höhe desselben Betrages. Allein die Entscheidung der Mobilfunktochter Orange, den Start des UMTS-Netzes von Ende 2003 auf

Anfang 2004 zu verzögern, könnte die Kosten um zwei Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren reduzieren, schätzen Eingeweihte. Frankreichs Präsident Jaques Chirac setzte sich bereits bei der EU-Kommission dafür ein, die Vorgaben für den Aufbau der Netze zu lockern. (rs)