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Forrester zerstört UMTS-Hoffnungen der Mobilfunkbranche

09.06.2004

Die Hoffnungen der Mobilfunkbetreiber, mit der UMTS-Einführung den monatlichen Umsatz je Kunden zu steigern, gehen nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts Forrester Research nicht auf. Presseberichten zufolge rechnet der TK-Analyst Bernt Ostergaard damit, dass die Nutzung zwar ansteigen wird. Gleichzeitig würden die Dienste aber günstiger angeboten. Der Forrester-Mann verwies in diesem Zusammenhang auf das Beispiel Japan, wo der Durchschnittsumsatz pro Kunde (ARPU = Average Revenue per User) nach Einführung der dritten Mobilfunkgeneration gefallen sei.

Hinzu kommt der Umstand, dass sich der neue Mobilfunkstandard nur sehr langsam verbreiten wird. Ostergaard geht davon aus, dass bis 2008 nur jeder fünfte Mobilfunkkunde ein UMTS-Handy haben wird. Beherrschender Standard werde bis zum Ende des Jahrzehnts GPRS sein, der bereits im kommenden Jahr beim Neukundengeschäft den bisherigen GSM-Standard überrunden dürfte.

In einigen Jahren könnte dann bereits Wimax (Worldwide Interoperability for Microwave Access) UMTS den Rang ablaufen, schätzt Ostergaard. Die breitbandige Funktechnik erlaubt es, Entfernungen von 20 bis 30 Kilometern zu überbrücken. Dabei sind Transferraten von bis zu 70 Mbit/s angepeilt. Andere Analysten sehen in Wimax hingegen einen mit UMTS komplementären Dienst. (mb)