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Ford und Softbank liegen sich wegen Online-Marktplatz in den Haaren

04.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Automobilhersteller Ford Motor und Softbank Venture Capital, der kalifornische Risikokapitalfonds des japanischen Softbank-Konzerns, streiten sich über den Namen des in Kürze startenden Online-Marktplatzes "Model E Corp.". Softbank wollte ursprünglich ab heute über den Internet-Basar Nobelkarossen vertreiben, die speziell auf Kundenwünsche zugeschnitten sind. Ford jedoch wendet ein, der Name würde zu sehr an seinen legendären Oldtimer "Model T" erinnern. Außerdem habe der Automobilkonzern den Namen "Model E" bereits für ein internes Programm zur Ausstattung von Angestellten mit Computern reserviert. Im Übrigen sei der Antrag auf Registrierung des Markennamens schon vier Monate vor der Anmeldung des Online-Marktplatzes erfolgt. Softbank wiederum argumentiert, der Name beziehe sich mehr auf ein Ideal als auf

ein Produkt. Zudem würden praktisch alle Dinge im Silicon Valley mit "e" bezeichnet. Beide Seiten befinden sich in Gesprächen, um den Streit möglichst bald in gegenseitigem Einvernehmen beizulegen.