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Flash und Firefox gehen bald Hand in Hand

07.11.2006
Adobe Systems will der Mozilla Foundation interessanten Quellcode übergeben. Beide wollen gemeinsam eine Standard-Skriptsprache etablieren, mit der Entwickler interaktive Anwendungen für den „Flash Player“ und den Browser „Firefox“ schreiben können.

Der Plan sieht vor, dass Adobe zu diesem Zweck Sourcen seiner „ActionScript Virtual Machine“ an Mozilla übereignet. Offiziell geben die Partner dies auf der Fachkonferenz Web 2.0 bekannt, die heute in San Francisco beginnt.

Mozilla wird die gute Gabe in ein neues Open-Source-Projekt namens „Tamarin“ einfließen lassen. Dessen Ziel wird es wiederum sein, die endgültige Version der angepeilten neuen Skriptsprache in die JavaScript-Engine von Firefox, „ScriptMonkey“, einzubauen. Adobe wird sich ebenfalls an Tamarin beteiligen. Der Code-Beitrag des Flash-Herstellers ist der größte, den die Mozilla Foundation seit ihrer Gründung erhalten hat.

Die mit Tamarin in Firefox implementierte Sprache wird „ECMAScript 4“ sein, die gegenwärtig vom Standardisierungsgremium Ecma International spezifiziert wird. Sowohl das JavaScript von Sun Microsystems wie auch Microsofts „JScript“ basieren auf ECMAScript, das aktuell auf Versionsstand 3 ist.

Letztlich soll Tamarin das Scripting von Firefox und Flash „vereinheitlichen“ und Web-Entwicklern damit eine quelloffene virtuelle Maschine an die Hand geben, in der sie Rich Internet Applications (RIA) für beide Plattformen ausbringen können. (dpa/tc)