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FJH plant nach Umsatz- und Ergebniseinbruch Entlassungen

12.08.2004

Die Ergebnisse der FJH AG wurden im ersten Halbjahr 2004 deutlich durch die anhaltende Marktschwäche belastet. Nach einem weiteren Umsatz- und Ergebniseinbruch kündigte das auf die Versicherungsbranche spezialisierte Münchner Software- und Beratungshaus nun Entlassungen an.

Wie das im TecDax notierte Unternehmen bekannt gab, schrumpften die Einnahmen gegenüber dem ersten Halbjahr 2003 um fast 41 Prozent auf 35,6 Millionen Euro. Als Resultat drehte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von plus 12,6 Millionen auf minus 11,6 Millionen Euro. Unter dem Strich fiel ein Nettoverlust von 7,7 Millionen Euro an, nachdem im Vorjahr noch ein ebenso hoher Profit erzielt worden war.

Wider Erwarten hätten die Kostensenkungsmaßnahmen der hiesigen Versicherungsbranche sowie die weiterhin herrschende Unsicherheit durch die politischen Rahmenbedingungen zu einer starken Zurückhaltung bei den IT-Investitionen geführt, teilte FJH mit. In der zweiten Jahreshälfte rechnet das Unternehmen zwar mit einer moderaten Verbesserung der Auslastung, diese läge aber dennoch unter Plan. Als Reaktion wollen die Münchner nun die Personalkosten senken, unter anderem durch Entlassungen bei den mehr als 1000 Mitarbeitern. Die Maßnahmen werden zu zusätzlichen einmaligen Kosten führen, schaffen jedoch aus Sicht des Managements die Basis für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2005. (mb)